Swan Lake Reloaded

Tchaikovsky meets Streetdance

So hieß der Titel der Vorführung in einer Sixx-Werbung – das Video dazu war bombenmäßig. Die Tickets wurden deshalb innerhalb der nächsten Stunden bestellt. Ein Monat vor der Vorstellung. Wie ich später erfahren habe, war es genau rechtzeitig, denn Swan Lake Reloaded war komplett ausverkauft.

Als ich noch ein Kind war, wurden uns in der Schule im Musik-Unterricht Tchaikovsky’s Werke nahe gelegt. Auch im Klavierunterricht durfte ich halbes „Kinderalbum“ durchspielen. Umso spannender war das Warten auf die moderne Inszenierung von Schwanensee. Weiterlesen

Advertisements

It’s all that Jazz

Als Freundin von mir vorgeschlagen hat, eine Ausstellung im „Cube“ zu besuchen, war ich skeptisch. Letztendlich war ich oft genug im Kunstmuseum Stuttgart, um zu wissen, dass es dort trotz des renommierten Ansehens in der deutschen Kunstszene nichts Sehenswertes gibt. Da ich aber immer wieder für Neues offen bin und die „Ich schaue es mir an“-Truppe sich als viel versprechend entpuppte, ging ich doch hin.

Eins muss ich sagen. „I got Rhytm. Kunst und Jazz seit 1920“ ist sicher die beste Ausstellung, die das Museum auf die Beine gestellt hat, und wird für das Museumsmanagement sehr schwierig sein zu toppen. Die Sammlung ist erstaunlich, alleine wegen der vertretenen Künstler: Henry Matisse, Jackson Pollock, Piet Mondrian, Andy Warchol, Otto Dix und viele andere. Sehr viel (gefühlt, die überwiegende Menge) aus den Privatsammlungen.

Bereits der erste Stockwerk überrascht positiv. Die Visionen und Bilder aus den „Roaring 20s“ sind ein Hingucker. Die Werke aus der Kriegszeit sowie aus der Epoche danach sind für mich jedoch schwer mit dem Jazz zu identifizieren. Eher hat Mondrian mit seinen späteren Werken das Baukastensystem im funktionalen Design inspiriert, als er selbst dazu von Jazz inspiriert wurde. Dennoch enorm Klasse, dass man das berühmte Werk mit eigenen Augen sehen darf! Das Videomaterial war zum Teil etwas eigen. Was aber total klasse ist, ist die Möglichkeit, sich auf eine Bank hinzusetzen, die riesigen Kopfhörer aufzusetzen und dem Jazz aus den unterschiedlichen Jahrzehnten zu lauschen. Übrigens der Audioguide bietet dies auch, nur, selbstverständlich, als musikalische Begleitung der Story.

Die Ausstellung geht bis zum 06. März 2016 – also, beeilt Euch!

Niki de Saint Falle Kunstwerk

MAMAC und Niki – Moderne Kunst zum Verlieben

Während meiner Aufenthalt auf der französischen Riviera habe ich nicht nur die Strände, sondern auch ein paar Museen besucht. Die Sache ist die, dass es aktuell in Nizza ein kulturelles Event gibt: Nice 2015 Promenade(s) des Anglais – 13 Museen und Galerien präsentieren 14 Sonderausstellungen noch bis zum 4. Oktober dieses Jahres. Dank eines 7 days ticket für nur 20 EUR (der einfache Eintritt in ein Museum kostet 10,- EUR) lassen sich zehn (!) staatliche Museen Nizza’s besuchen und entdecken. DAS Angebot sollte man natürlich nicht entgehen lassen. Ich habe somit vier davon geschafft: Musée des Beaux Arts, Musée Matisse, MUSEE D’ARCHEOLOGIE DE NICE – SITE DE CIMIEZ sowie MUSÉE D’ART MODERNE ET D’ART CONTEMPORAIN M.A.M.A.C.

Über meine Impressionen im Musée des Beaux Arts habe ich in meinem letzten Post geschrieben. Umso überraschender war es, dass ausgerechnet das Museum der modernen Kunst mein Herz erobert hat. Weiterlesen

Musée d'Orsay: Große Halle

My founded love – Impressionism

Well, this post will be a little bit different, because it’s in English 😉 The reason is, that I would like to share this really special imression for me with everyone of my friends in Germany, as well as in Ukraine and the rest of the World. So English seems to be the right choice.

I have visited the Musée de Beaux Arts in Nice. And it did not impress me. In the fact, the street leading to the museum has impressed me much more, than the paintings and sculptures presented. I didn’t even take a picture inside. The lessons learned in this short art journey are:

  • The buiding of the museum was inspired by the Kochubynski Palace in Dikanka, Ukraine (yes, I did not know it neither and said „wow, how cool is that“)
  • Only two paintings have touched my heart: Water allegory and Earth allegory by Jan Brueghel and Hendrick von Bolen.
That’s it.
And after that I have thought back on my Paris trip earlier this year and a visit of Musée d’Orsay. And THAT’s where the art lives. As I did not write about it yet, here we go.

Weiterlesen

Louvre, Ägyptische Abteilung

Le trèsor de le Louvre

Als ich zum ersten Mal nach Paris kam, sagte der Reiseführer, dass man nach Paris nur zurückkehren kann. Einige Jahre und einige Reisen später bin ich tatsächlich nach Paris erneut zurückgekehrt, um seine künstlerische Seele genau zu untersuchen. Auf dem Zettel standen Louvre und Musee d’Orsay.
 
Meine erste Begegnung mit Louvre war wortwörtlich blitzschnell: Der Reiseführer hat uns zu allen bekannten Werken hingebracht,  die Louvre zu bieten hatte. Dennoch wusste ich nach einer Stunde nicht mehr, wo ich war und wo ich nun hingehe. Ich denke, man sollte sich wirklich im Vorfeld Gedanken machen, was man in Louvre besichtigen möchte und auf jeden Fall sich einen groben Plan skizzieren.

Weiterlesen

Fünf Erkenntnisse über Woody Allen

In einem Gespräch über die Kunst und das Kino ist mir aufgefallen, dass ich keinen einzigen Film von Woody Allen gesehen habe. Tarantino? Kein Riesenfan, aber ja, klar. Scorsese? Oh ja, eine Menge. Michael Bay, Joss Whedon, Peter Jackson – ja, überall etwas dabei. Insbesondere bei den Blockbustern.
„Wie?! Du hast „Vicky. Christina. Barcelona“ nicht gesehen?!“ Ähm… Nein. So habe ich beschlossen, mich kurz kulturell weiterzubilden und habe mir fünf seiner Werke angesehen. Zugegeben habe ich mich auf den jüngeren Arbeiten konzentriert. Nach dem traurigen (weil gescheitert) Versuch sich Fellinis „Dolce Vita“ anzusehen habe ich verstanden, dass ziemlich bis sehr wenig aus den Schwarz-Weiß-Zeiten für mich existiert. Die oben erwähnte reichlich preisgekrönte Komödie war selbstverständlich ebenfalls auf der Liste. Nur habe ich nicht verstanden, an welcher Stelle ich lachen sollte. Damit wird die Liste meiner Erkenntnisse über Woody Allen eröffnet.

Weiterlesen

Über die künstlerische Erbe

Jede Meinung ist immer subjektiv. Ist es schön oder hässlich, richtig oder falsch – es gibt eben keine richtige Antwort. So hat jeder Mensch seine eigene, ganz subjektive Einstellung zu… Zum Beispiel zur bildenden Kunst (weiter einfach Kunst).
Aber auch hier – wie in allen anderen Lebensbereichen – gibt es DIE renommierten Persönlichkeiten, die zu ihrer Zeit die Kunst auf eine neue Ebene gebracht, neue Horizonten verschafft und die Denkweise gebrochen hatten. Das Lebenswerk von Michelangelo ist in Sixtinischer Kapelle in Vatikan verewigt und Louvre bewahrt u. a. die Erbe von Leonardo, David und Delacroix. Diese Herren sind weltweit anerkannt. Und ich finde es tatsächlich schön, was sie geleistet haben. Ein kleines Detail: Sie lebten im Mittelalter. Und was ist mit der Moderne?

Weiterlesen

Über die Pseudo-Hipster

Alles hat damit begonnen, dass ich in einer Modezeitschrift einen Artikel über die Hipster-Schuhe gesehen habe. Also, Artikel klingt auch etwas übertrieben, aber gut… Schließlich war es eine Modezeitschrift. Ich war nie besonders schlau in den Subkulturen – Anthropologie war nie mein Hobby, daher habe nur ganz oberflächlich gedacht: Wer sind zum Teufel Hipster?
Für alle, die aus einem oder dem anderen Grund dies immer noch nicht wissen: Hipster stellen eine Subkultur dar, die ihre Blüte Mitte des XX. Jahrhunderts in den USA erlebte. Hipster haben sich für alternative Musik und Kunst interessiert und lebten das Leben der Outsider.

Weiterlesen