Louvre, Ägyptische Abteilung
Kunst und Kultur

Le trèsor de le Louvre

Als ich zum ersten Mal nach Paris kam, sagte der Reiseführer, dass man nach Paris nur zurückkehren kann. Einige Jahre und einige Reisen später bin ich tatsächlich nach Paris erneut zurückgekehrt, um seine künstlerische Seele genau zu untersuchen. Auf dem Zettel standen Louvre und Musee d’Orsay.
 
Meine erste Begegnung mit Louvre war wortwörtlich blitzschnell: Der Reiseführer hat uns zu allen bekannten Werken hingebracht,  die Louvre zu bieten hatte. Dennoch wusste ich nach einer Stunde nicht mehr, wo ich war und wo ich nun hingehe. Ich denke, man sollte sich wirklich im Vorfeld Gedanken machen, was man in Louvre besichtigen möchte und auf jeden Fall sich einen groben Plan skizzieren.

Es gibt mehrere Eingänge in das Gebäude, der bekannteste ist selbstverständlich der Eingang unter der großen Pyramide – hier ist auch die Schlange am längsten. Dennoch muss man nach dem Eingang ins Gebäude auch für den Sicherheitscheck anstehen. Voraussichtliche Wartezeit an einem Wochenendtag – über eine Stunde. Dennoch wenn man es endlich auf die andere Seite geschafft hat, spielt die Wartezeit keine Rolle mehr.
Louvre hat drei Flügel: Denon, Sully und Richelieu – direkt neben den Kassen werden die Museum-Pläne ausgelegt, auf welchen die in jedem Flügel ausgestellten Sammlungen beschreiben. Die besonders bekannten Werke werden prominent mit der Saalangabe hervorgehoben. Eine tolle 3D-Version bietet die Webseite des Museums. Ich empfehle entweder im Vorfeld über das Internet zu recherchieren, was es so in Louvre gibt. Oder direkt vor Ort, nach dem Sicherheitscheck den Museumsführer kaufen.
So lange muss man anstehen, um zum Sicherheitscheck zu kommen
Zu meinen Zielen gehörten neben der Ägyptischen Sammlung und Krönung des Napoleons I. die Madonna in der Grotte von Da Vinci, Hochzeit zu Kana von Veronese und das Portrait von Gräfin del Carpio von Francisco Goya.
Egal welches Ziel – der Weg dorthin wird immer etwas länger sein, als man plant. Denn es gibt in Louvre eine unzählige Vielfalt von Werken, die einen einfach nicht an sich vorbei lassen: David, Delacroix, Boticelli und Caravaggio… Daran kommt wirklich keiner vorbei. Auch ohne ein Experte in bildender Kunst zu sein, bleibt man einfach starren.
Trotz aller Unterschiede gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen den Malern. Die Malerei jener Zeit war durch die politischen Ereignisse geprägt sowie durch den Einfluss der Kirche. Die Gesichter der Menschen auf den Portraits sind eher rund und Haare lockig – wie bei den Engeln. Die Farben sind sehr kräftig und kontrastreich. Ich schätze, besonderen Erfolg haben diejenigen genossen, die eben nicht so rund und nicht so klischeehaft gemalt haben. Weder Hochzeit zu Kana noch Johannes der Täufer kann man als ein 0815-Werk bezeichnen.

 

Quizz-Frage: Der Mensch im roten Kleid – ein Mädchen oder ein Junge? Ich dachte, es wäre ein Mädel, aber das Gemälde heißt „David nach dem Sieg über Goliaf“ – also. das ist David. Zur Kenntnis genommen.
Hochzeit zu Kana hängt gegenüber der Mona Lisa. Nur im Gegensatz zu Da Vinci’s Werk kann man dieses Gemälde wundervoll und stressfrei betrachten.

 

Ausschnitt aus der Kaiserlichen Krönung Napoleons I.
Wenn man nur überlegt, wie viele Personen drauf sind und wie fein die einzelnen Details sind…
Die Ägyptische Sammlung gehört auf alle Fälle zum Highlight des Museums: Im späten Mittelalter hatte Frankreich eine gute Beziehung zu Ägypten aufgebaut, so dass viele französische Archäologen dort Ausgrabungen unternommen haben. Als Ergebnis sind zahlreiche Artefakten und Kunstgegenstände legal und nicht so ganz in Frankreich gestrandet. Ich war besonders durch die gigantischen Beine beeindruckt, die wohl den Eingang zu einem Palast geschmückt haben. Da sieht man sofort, dass die Ägypter keine halben Sachen gemacht haben. Und die Schrift auf den Steinplatten ist tatsächlich beeindruckend, denn es musste sau schwer sein. Dennoch wurden die ganzen Hieroglyphen von Menschen ausgestanzt.
Solche Fässer dienen heute als Inspiration für moderne Einrichtungsgegenstände.
Auch Sphynx gibt es reichlich.
Wie bereits gesagt, Ägypter mochten keine halben Sachen. Da kam ich mir selbst echt winzig vor.

 

Je später die Epoche, umso farblicher die Darstellung
Der Totenkult ist selbstverständlich ebenfalls mega vertreten: Die Auswahl an den Sargen ist echt beeindruckend.
Und eine Mumie gibt es natürlich auch zur Schau
Das Buch des Todes. Tja, bin mal gespannt, wie lange es gedauert hat, dieses zu lesen.
Bestimmt war man danach nicht wirklich lebendig.
Und das ist nur ein kleines Teil von allem, was Louvre zu bieten hat! Und der Eintritt kostet übrigens nur 12 EUR.
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