Events, Kunst und Kultur

Books and business

Vom 15. bis 18. Oktober fand die Frankfurter Buchmesse 2015 statt. Als ein großer Bücherliebhaber wollte ich schon seit sehr langer Zeit hin und diesmal war es auch soweit. Die Erwartungshaltung war… Naja, es gab keine besonderen Erwartungen. Ich wollte nur sehen, inwiefern eine Fachmesse spannend für die „normalen“ Besucher gemacht wird / werden kann.

Offensichtlich war ich die einzige mit einer dermaßen niedrigen Erwartung, denn bereits auf dem Parkplatz sind wir den Manga-Anhänger begegnet. Wenn Sie denken, dass sowas nur zur Comic-Con gehört, Fehlanzeige! Prinzessinen und Superhelden mit dem pinken, grünen und weiß-nur-der-Gott-in-welcher-Farbe-noch Haar. Sogar ein Wolverine und eine Tinkerbell waren dabei.

Der Comic-Part der Messe befand sich in der gleichen Halle mit den international oder Deutschlandweit bekannten Verlagen. Big and loud oder Masse statt Klasse könnte das perfekte Motto der Halle 3.0 sein. Die Tribute an die Standdesigner und Dekorateure muss dennoch ganz klar gezahlt werden, denn die Stände sind einfach mega-gygantisch toll gestaltet worden. Aber dank der unfassbar dichter Menschenmenge, sieht man fast nichts davon. Im Schneckentempo durch den Raum ohne geringste Chance zu sehen, geschweige denn zu verstehen, was hier überhaupt abgeht, weil Menschenmenge: Super Ambiente für jemanden mit Platzangst oder Neigung zu den Panikanfällen.

Mein persönliches Highlight war der Stand von Grafikwerkstatt – das ist der Hersteller der Grußkarten mit den coolen Sprüchen drauf im Vintage-Look, die man in Nanu Nana kaufen kann. Dabei konnte man auch nicht nur eine Grußkarte, sondern auch ein Notizbuch oder gar einen Thermokaffeebecher kaufen (1 Std. Halt).

Ansonsten gab es in der Halle 3.0 Autogramm-Runden mit irgendwelchen mehr oder weniger bekannten Autoren, Workshops und Podiumsdiskussionen. Und egal, wo man hinschaute, sah man nur die „Spiegel Bestseller“ – ist ja klar.

Umso mehr Unterschied merkte ich, als wir in weitere Hallen gingen. Je spezieller das Ausstellungsangebot ausgerichtet war, umso mehr Luft zum Durchatmen gab es. Es schien auf den ersten Blick einfach intelligenter dort zu sein und auf den zweiten Blick ehrlich gesagt auch. Besucht haben wir die Halle 3.1 mit dem Fokus auf Politik, Religion und Tourismus (ja, genau – passt alles super inhaltlich zusammen), 4.2 mit dem Fokus auf Kunst, Architektur und Antiquitäten sowie halle 5.0, in der die Internationalen Verlage präsentiert waren. So hat dieser Messebesuch die persönliche Note bekommen, mit der ich nicht gerechnet habe, welche aber ihn unvergesslich macht.

Als wir an dem ukrainischen Stand standen und ausschließlich die Bücher mit den Wörtern „Krieg“ oder „Krim“ in deren Titel mich von den Regalen anschauten, ist mir einfach schlecht geworden. Es waren Wut, Ärger und Hilflosigkeit, aber am Ende war es nur ein Riesenloch und Schmerz, den man nicht verarbeiten kann. Die positive Ausstrahlung der Ausstellerinnen hat den Kick gegeben, trotz allem an das Beste für mein Land zu glauben.

Und zur guten Letzt noch ein paar Bildimpressionen.

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